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“Ein schönes Spiel kommt hier nicht zustande” 

Bei anfänglich sonnigem Wetter traten wir am letzten Samstag unsere Aufwärtsfahrt zum derzeitigen Tabellendritten, Traktor Teichel, an. Aus vorangegangen Aufeinandertreffen wussten wir, dass es eine hitzige und körperlich Partie werden würde. 

 

Wie es bereits zur Gewohnheit wurde, stellte unser Trainer, auch aufgrund fehlender Alternativen um und wir starteten wieder mit einer Dreierkette. 

 

Ab dem Anpfiff waren beide Mannschaften wach und präsent auf dem Platz, wobei wir deutlichere Probleme mit dem holprigen Rasenplatz hatten als der Gastgeber. Da merkte man die Auswirkungen, wenn man fast nur auf Kunstrasen spielt oder trainiert. Unter der Woche hatten wir zwar ein paar Minuten auf dem heimischen Rasen gemacht, aber ausreichend war das nicht. 

 

Für dieses Spiel hatte Marten extra wieder seine Special Edition Schuhe aus dem Winterschlaf geholt, denn in letzter Zeit war er nur mit seinen Multis zu sehen. Die Schuhspanner waren aber anscheinend zu stark, denn wenn man seine Klärungsversuche im gesamten Spiel begutachtete, dann konnte man meinen, dass die Schuhe rund sind. 

 

In der zweiten Minute konnte ich den ersten vernünftigen Abschluss notieren, als Sterze an der Sechzehnergrenze mit links abzog. Leider knapp drüber. 

 

Mit einem Bauch voller Frühstück und einer Extraportion Spinat im Blut trat Ritschie zur Ecke an – bereit, das Spielgerät perfekt in die Gefahrenzone zu bringen. Doch statt einer punktgenauen Flanke landete der Ball mit einer fast übermenschlichen Flugkurve… auf der gegenüberliegenden Seite im Aus. Zu seiner Entschuldigung muss man aber auch sagen, dass der Platz sehr klein ist. 

 

Nach knapp über zehn Minuten gab es dann aber den Nackenschlag für uns. Oschi spielte einen kurzen Freistoß zu Steve, welcher ihn wieder zurückpasste. Unser Wiesbadener Student konnte den Ball nicht kontrollieren oder klären und so ging Teichels Kluge dazwischen und erzielte das 0:1 aus unserer Sicht. 

 

Im Anschluss war Teichel besser und stellte sich cleverer an, während wir versuchten mit viel Körperlichkeit zu antworten. Eine weitere gute Möglichkeit hätte sich vielleicht für Robin ergeben können, aber er brach seinen Sprint in Richtung Ball ab, obwohl der Linienrichter seine Fahne noch nicht erhoben hatte. Schade. 

 

Das Spiel wurde hitziger, was Franz schließlich seine fünfte gelbe Karte einbrachte, also muss er Pause gegen Weimar eine Zwangspause einlegen. 


Vor der Halbzeit beruhigten sich die Gemüter wieder etwas, aber Entlastung bekamen wir selten, weil wir zu viele Situationen spielerisch lösen wollten. Schmitter brüllte passend von draußen: “Seid ihr alle wahnsinnig?!” und hatte zumindest von den Zuschauern volle Zustimmung. 

 

Kurz vor der Pause kam Flo nochmal nach schönem Zuspiel zum Abschluss, aber der Ball rauschte über den Querbalken. 

 

Das Zitat aus der Überschrift stammte von Kathrin, kurz nach Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit. Und auch sie hatte recht, denn es gab immer wieder viele Unterbrechungen und viele kleinere und größere Nicklichkeiten auf dem Platz. Schiedsrichter Schneider hatte das Spiel aber größtenteils unter Kontrolle und war konsequent in seinen Entscheidungen. 

 

Mitte der zweiten Halbzeit fiel dann die Entscheidung für diesen Nachmittag. Teichel nutzte eine Ecke ähnlich wie Ritschie in Halbzeit eins. Vorteil von Teichel war aber, dass sie ihren kleinen Platz kennen und so auch den Ball mit weniger Effeh in den 16er bringen konnten. Staskewitsch lauerte am langen Pfosten und konnte volley abziehen. Der Ball ging genau zwischen Steve und Oschi hindurch und zappelte im Netz. 

 

Kurz darauf brach Hektik auf unserer Bank aus und Doodle sauste in die Kabine und alle fragten sich, was denn jetzt los war. Nicht schlimmes, denn er musste nur Martens Finalgon holen, um unseren heutigen Innenverteidiger fürs Finale zu salben. 

 

Das half am Ende alles nichts und wir verloren verdient mit 0:2, aber es war ja nur eine Frage der Zeit, bis unsere Serie reist und gegen einen Tabellendritten kann man auch verlieren. Ein Punkt wäre vielleicht drin gewesen, aber so war es nun mal. 

 

Nächsten Samstag kommt mit Empor Weimar eine Mannschaft aus dem Tabellenmittelfeld zu uns in den Sportpark. Im Hinspiel mussten wir uns im Wimaria-Stadion noch 0:1 geschlagen geben, aber selbstverständlich wollen wir es vor unserer heimischen Kulisse natürlich besser machen. 

 

Aufstellung: 

Nimmow – Morgenroth, Wolf, P. Oschmann – Buse, Sterzing – Lange, F. Schleicher, R. Schleicher – Bartholome (70. T. Elle), Lima da Garca (57. Bussemer) 


Text: Hucki und Tina

Fotos: Sven und Kathrin





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